Outputsteigerung in der Spindelprüfung
Mehr Effizienz durch optimierte Prüfstandnutzung bei der Fischer Spindle Group AG
Die Fischer Spindle Group AG entwickelt und produziert hochpräzise Spindeln für verschiedene industrielle Anwendungen. Um die geforderte Qualität sicherzustellen, durchläuft jede Spindel vor der Auslieferung eine umfassende Prüfung. Die Spindelprüfung stellt somit einen zentralen Prozessschritt dar und hat direkten Einfluss auf die termingerechte Bereitstellung der Produkte.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde untersucht, wie die vorhandenen Prüfstände effizienter genutzt und die bestehenden Abläufe innerhalb der Spindelprüfung optimiert werden können. Ziel war es, Verbesserungspotenziale aufzudecken und eine umsetzbare Lösung zu entwickeln, welche den Output des Bereichs langfristig erhöht.
Analyse der aktuellen Situation
Zu beginn der Arbeit wurde die bestehende Situation detailliert analysiert. Dabei wurden die Abläufe innerhalb der Spindelprüfung aufgenommen und die einzelnen Prozessschritte untersucht. Besonderes wurde die Auslastung der Prüfstände sowie die Zeiträume zwischen den einzelnen Prüfungen unter die Lupe genommen.
Die Analyse zeigte, dass die vorhandene Prüfkapazität nicht durchgehend genutzt wurde. Zwischen den einzelnen Prüfaufträgen entstehen wiederholt Warte- und Liegezeiten. Zusätzlich wurde ersichtlich, dass verschiedene organisatorische Einflussfaktoren einen direkten Einfluss auf die Auslastung der Prüfstände haben.
Um die Ursachen besser zu verstehen, wurden Gespräche mit Mitarbeitenden aus der Abteilung geführt und betriebliche Daten ausgewertet. Dadurch konnte ein umfassendes Bild der aktuellen Situation erstellt werden.
Entwicklung der Optimierungsvarianten
Auf Basis der Analyse wurden drei verschiedene Optimierungsvarianten entwickelt und hinsichtlich der gewählten Punkte anhand einer Nutzwertanalyse und anschliessender Sensitivitätsanalyse bewertet.
Der Fokus lag dabei auf Lösungen, welche die vorhandene Kapazität besser ausschöpfen und gleichzeitig wirtschaftlich sowie organisatorisch sinnvoll umsetzbar sind.
Auswahl der bevorzugten Lösung
Die Bewertung der Varianten zeigte, dass die Einführung eines Zweischichtmodells die geeigneteste Lösung für die Spindelprüfung darstellt.
Durch die Erweiterung der Betriebszeiten können die vorhandenen Prüfstände über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Dadurch wird die bestehende Infrastruktur effizienter eingesetzt und die vorhandene Kapazität besser ausgeschöpft. Gleichzeitig ermöglicht das Zweischichtmodell eine flexiblere Planung der Prüfaufträge und unterstützt einen kontinuierlichen Betrieb der Prüfstände.
Für die Einführung wurden die organisatorischen Voraussetzungen analysiert sowie ein Konzept für die praktische Umsetzung erarbeitet.
Nutzen für das Unternehmen
Mit der Einführung des Zweischichtmodells erhält die Fischer Spindle Group AG die Möglichkeit, die vorhandenen Prüfkapazitäten gezielter zu nutzen und die bestehenden Abläufe weiter zu optimieren.
DIe verlängerten Betriebszeiten schaffen die Voraussetzung für eine bessere Auslastung der Prüfstände und unterstützen eine effizientere Planung der Prüfaufträge. Gleichzeitig trägt die Lösung dazu bei, bestehende Ressourcen wirkungsvoller einzusetzen und die Leistungsfähigkeit der Spindelprüfung nachhaltig zu stärken.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Optimierung auf der vorhandenen Infrastruktur aufbaut und somit ohne zusätzliche Prüfstände umgesetzt werden kann.
Fazit
Die Diplomarbeit zeigt auf, dass die grössten Optimierungpotenziale nicht zwingend in zusätzlichen Anlagen liegen, sondern in der gezielten Nutzung bestehender Ressourcen. Durch die Analyse der aktuellen Situation und die systematische Bewertung der drei Lösungsansätze konnte mit dem Zweischichtmodell eine praxisnahe und umsetzbare Lösung erarbeitet werden.
Die Einführung des Zweischichtmodells schafft die Grundlage für eine effizientere Nutzung der vorhandenen Prüfstände und unterstützt die Fischer Spindle Group AG dabei, die Spindelprüfung langfristig weiterzuentwickeln. Damit leistet die Arbeit einen konkreten Beitrag zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und zur Sicherung einer hohen Leistungsfähigkeit im Prüfbereich.

Alessandro Iasi
Ich arbeite als technischer Sachbearbeiter Back Office bei der Fischer AG in Herzogenbuchsee. Zu meinen Aufgaben gehören die Planung und Abwicklung von Kundenaufträgen sowie die Koordination der Auslastung und Planung der Spindelmontage.
alessandro.iasi@fischerspindle.com
+41 62 956 22 07







