Dipl. Betriebswirtschafter/in HF für Technische Kaufleute

Tool Data Management

Entwicklung eines zentralen Werkzeugmanagementsystems zur Reduktion von Suchzeiten und Werkzeugkoste

In Produktionsunternehmen entstehen durch dezentrale Werkzeuglagerungen häufig hohe Werkzeugkosten, lange Suchzeiten sowie eine fehlende Transparenz über Bestände und Lagerorte. Ziel dieser Diplomarbeit war die Entwicklung eines zentralen Werkzeugmanagementsystems mit automatisierter Bestandsüberwachung. Durch die Einführung automatisierter Werkzeugschränke sollen Prozesse vereinfacht, Werkzeugkosten reduziert und die Verfügbarkeit der Werkzeuge nachhaltig verbessert werden.

12. Juni 2026
Shkelqim Haziri

Ausgangslage

Die Werkzeugverwaltung erfolgte bisher dezentral in verschiedenen Produktionsbereichen. Dadurch fehlte die Übersicht über Bestände und Lagerorte, was zu Suchzeiten, Doppelbestellungen und erhöhtem administrativem Aufwand führte.

Ziel der Arbeit

Ziel der Diplomarbeit war die Entwicklung eines zentralen Werkzeugmanagementsystems, welches die Transparenz erhöht, Suchzeiten reduziert und die Werkzeugkosten nachhaltig senkt.

Zusätzlich sollte die Werkzeugverwaltung digitalisiert und automatisiert werden, um manuelle Prozesse zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Werkzeuge zu verbessern. Durch die Optimierung der Prozesse wird ein Einsparpotenzial von rund 20 % der heutigen Werkzeugkosten angestrebt.

Robocrib VX500

Als Ergebnis der Diplomarbeit wurde ein Konzept für die Einführung des Werkzeugschranks RoboCrib VX500 entwickelt. Das System ermöglicht eine zentrale Lagerung sowie eine digitale Bestandsüberwachung der Werkzeuge.

Die Mitarbeitenden melden sich mittels personalisiertem Badge an und können die benötigten Werkzeuge gezielt entnehmen. Jede Entnahme wird automatisch dokumentiert und die Bestände werden laufend überwacht. Zusätzlich unterstützt das System die rechtzeitige Nachbestellung von Werkzeugen.

Für die Umsetzung sind vier Werkzeugschränke vorgesehen, welche an zentralen Standorten innerhalb der Produktion platziert werden. Dadurch erhalten alle Mitarbeitenden einen schnellen und einfachen Zugriff auf die benötigten Werkzeuge.

Wirtschaftlicher Nutzen

Durch die Zentralisierung und Automatisierung der Werkzeugverwaltung können Suchzeiten reduziert, Doppelbestellungen vermieden und administrative Aufwände verringert werden.

Die Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt ein erhebliches Optimierungspotenzial. Langfristig wird eine Reduktion der Werkzeugkosten von rund 20 % angestrebt. Gleichzeitig schafft die Lösung die Grundlage für eine nachhaltige und transparente Werkzeugbewirtschaftung.

Ausblick und Fazit

Mit der vorliegenden Diplomarbeit konnte ein praxisnahes Konzept zur Optimierung der Werkzeugverwaltung entwickelt werden. Die vorgeschlagene Lösung verbessert die Transparenz über Werkzeugbestände, reduziert Suchzeiten und schafft die Grundlage für eine strukturierte und effiziente Werkzeugbewirtschaftung.

Neben den organisatorischen Vorteilen zeigt die Wirtschaftlichkeitsanalyse, dass durch die Zentralisierung und Automatisierung der Werkzeugverwaltung ein erhebliches Einsparpotenzial erreicht werden kann. Dadurch leistet das Projekt einen direkten Beitrag zur Steigerung der Effizienz und zur Reduktion von Kosten.

Für die Zukunft bestehen weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehören insbesondere eine mögliche ERP-Anbindung, die Integration der Messmittelverwaltung sowie zusätzliche digitale Funktionen zur Unterstützung der Einricht- und Produktionsprozesse.

Portrait

Shkelqim Haziri

Leiter der Produktionsplanung mit Fokus auf Prozessoptimierung, Digitalisierung und effiziente Produktionsabläufe. Die Entwicklung nachhaltiger und praxisnaher Lösungen steht dabei im Mittelpunkt meiner Tätigkeit.


shkelqim_haziri@hotmail.com


+41 76 573 84 43


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