Umutzung Parkhaus Hauptbahnof Zürich
Diplomarbeit 2026, Tim Lobsiger
Weiterbauen statt abreissen – ein zukunftsweisendes Thema der Bauindustrie. Mitten in Zürich, nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt, bekommt das Parkhaus am Sihlquai 41 ein zweites Leben. Mit dem Wandel der Mobilität werden Parkhäuser frei, und ihre robusten Strukturen bieten Raum für die Stadt von morgen. Aus einem Ort für Autos wird ein lebendiges Stück Stadt.
Nutzungskonzept
Der Nutzungsmix ist aus einer Markt- und Standortanalyse abgeleitet. In der Aufstockung entstehen 26 kompakte 1.5- und 2.5-Zimmer-Wohnungen, die der grossen Nachfrage nach kleinem Wohnraum am Hauptbahnhof entsprechen. Die Bestandesgeschosse eignen sich wegen Raumhöhe und Gebäudetiefe nicht zum Wohnen. Dort finden eine Sportphysiotherapie und eine Praxis, Hobbyräume und Lager Platz. Im Erdgeschoss und Untergeschoss entsteht ein Mobilitätshub mit Parkierung, Car- und Bike-Sharing.
Architektur
Die Aufstockung setzt sich mit einer Fassade aus sandbeigen Faserzementplatten klar vom Bestand ab und orientiert sich dabei an den umliegenden Gebäuden. Laubengänge und Balkone beschatten die Wohnungen und schaffen Aussenraum. Die Gewerbegeschosse erhalten eine grosszügig verglaste Pfosten-Riegel-Fassade. Im Inneren wie auch in der Umgebung finden sich alte Bauteile wieder und erinnern so an die einstige Nutzung des Gebäudes. Auf den umliegenden Flächen entsteht ein begrünter Park, der dem Quartier zugutekommt.
Fazit
Die Diplomarbeit zeigt, dass ein scheinbar ausgedientes Parkhaus zu einem lebendigen Stück Stadt werden kann. Der Erhalt der bestehenden Struktur spart Ressourcen, Emissionen und Kosten. Die leichte Aufstockung in Holz schafft dringend benötigten Wohnraum an zentraler Lage. Mit einem Nutzungsmix, der jedes Geschoss sinnvoll nutzt, ist das Projekt ökologisch und wirtschaftlich tragfähig. So wird die Umnutzung zu einem überzeugenden Beispiel für das Weiterbauen im Bestand, ein Thema, das in Zukunft immer wichtiger wird.









