"VORHANG AUF!"
K 55 - KULTURWERK - Umnutzung Kino Küchlin Basel
Eine Neuausrichtung in würdiger Erinnerung an den Gründungsvater Karl Küchlin, welcher 1912 den Grundstein für das Küchlin Theater legte.
Ein Gebäude mit Potenzial und Herausforderungen
Das ehemalige Multiplex-Kino Pathé Küchlin an der Steinenvorstadt 55 in Basel soll nach der Schliessung des Kinobetriebs einer neuen Nutzung zugeführt werden. Seine Grösse, zentrale Lage und kulturelle Geschichte bieten grosses Potenzial für eine langfristig tragfähige Umnutzung. Die auf den Kinobetrieb ausgerichtete Raumstruktur erfordert jedoch mehr als eine neue Raumaufteilung: Bauliche Eingriffe und künftige Nutzungen müssen sorgfältig auf den Bestand abgestimmt werden.
Grosse Raumvolumen, wenig Tageslicht und zahlreiche Höhenversätze
Mehrere grosse Kinosäle mit insgesamt über 1’600 m² Fläche müssen umgestaltet werden. Drei wesentliche Herausforderungen prägen die Planung: die grosse Gebäudetiefe mit wenig bis teilweise keinem Tageslicht, zahlreiche Höhenversätze und die grossen Raumvolumen der bisherigen Säle.
Diese Gegebenheiten schränken die möglichen Nutzungen ein und stellen besondere Anforderungen an Erschliessung, Beleuchtung und Haustechnik. Gleichzeitig bieten die grosszügigen Raumhöhen die Möglichkeit, zusätzliche Geschossdecken einzufügen und neue Nutzflächen zu schaffen.
Saal 1 – Zurück auf die Bühne
Der denkmalgeschützte Saal 1 mit seiner historischen Fassade bildet ein eigenes Teilprojekt. Der Rückbau der Wohnungen hinter der Leinwand ermöglicht die Reaktivierung des Bühnenturms und damit die Rückkehr zum Theaterbetrieb. Eine rollbare Leinwand erlaubt ergänzend weiterhin Filmvorführungen.
Dafür müssen im künftigen Bühnenturm auf rund 110 m² Fläche und über eine Höhe von fast 20 Metern sämtliche aussteifenden Geschossdecken sowie die tragende Portalwand zurückgebaut werden. Dieser Eingriff zählt zu den grössten baulichen Herausforderungen und erfordert besondere statische Massnahmen, um die Tragfähigkeit und Aussteifung während des Umbaus und dauerhaft sicherzustellen.
K 55 – KULTURWERK
Wohnen, Kultur und Genuss unter einem Dach.
Als Antwort auf diese Voraussetzungen entwickelt sich das K 55 – Kulturwerk. Das Konzept verbindet urbanes Wohnen mit Bühne, Kino, Bildung und Gastronomie. Die Nutzungen orientieren sich an den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen und erschliessen gemeinsam das Potenzial des Gebäudes.
Ziel ist ein wirtschaftlich attraktives Haus mit kulturellem Mehrwert. Ob Theaterabend, Tanzunterricht, gemeinsames Kochen oder ein Kaffee: K 55 lädt zum Entdecken, Mitmachen, Verweilen und Begegnen ein – und macht neugierig auf weitere Angebote.
Die Angebote des K 55
Sechs Angebotsbereiche mit jeweils eigenem Schwerpunkt vereinen sich unter der gemeinsamen Dachmarke.
K 55 HOME
Zentral wohnen, Kultur vor der Tür. Die geplanten 2.5- bis 3.5-Zimmer-Mietwohnungen richten sich an Einzelpersonen, Paare und kleine Familien. Separate Zugänge und eine sorgfältige akustische Trennung schaffen die Voraussetzungen für ein verträgliches Nebeneinander von Wohnen und Kulturbetrieb.
K 55 SAAL 1
Die Bühne für besondere Erlebnisse. Mit Backstagebereichen und Cateringmöglichkeiten bietet der Saal einen vielseitigen Rahmen für Theater, Live-Auftritte und individuelle Veranstaltungen.
K 55 CINE
Filme erleben, Wissen teilen und Ideen präsentieren. Der Kinosaal bietet neben Filmvorführungen auch Raum für Vorträge, Seminare und Präsentationen.
K 55 ACADEMY
Tanz, Musik und Schauspiel auf vier Geschossen. Unterricht, Proben und Workshops richten sich an unterschiedliche Altersgruppen. Verschiedene Raumgrössen bieten Platz für vielfältige Stilrichtungen und Kursformate – vom ersten Ausprobieren bis zur gezielten Weiterentwicklung.
K 55 LAB
Gemeinsam kochen, Neues probieren und kreativ werden. Eine offene Showküche und flexibel nutzbare Flächen verbinden Erlebnisgastronomie mit gemeinschaftlichem Lernen. Das Angebot umfasst Kochkurse, Degustationen, Barista-Kurse und kreative Workshops.
K 55 FOYER
Ankommen, treffen und verweilen. Kaffee, Snacks und Take-away laden auch unabhängig von Veranstaltungen zum Besuch ein. Bei Aufführungen dient das Foyer dem Empfang und der Pausenbewirtung. Der Einblick ins tieferliegende LAB macht neugierig auf mehr.
Vielfalt als Grundlage für einen tragfähigen Betrieb
Die Angebote sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und beleben das Haus vom Tag bis in den Abend. Unterricht, Workshops und Gastronomie ergänzen den Veranstaltungsbetrieb, während die Wohnungen eine dauerhafte Nutzung und regelmässige Mieterträge schaffen. Gemeinsame Formate wie Aufführungen der Academy oder kulinarisch begleitete Veranstaltungen verbinden die Bereiche.
Unterschiedliche Einnahmequellen sollen die Abhängigkeit von einem einzelnen Betrieb reduzieren und die wirtschaftliche Tragfähigkeit stärken. Flexible Räume ermöglichen Anpassungen an veränderte Bedürfnisse.
Abgestimmte Betriebszeiten, klare Erschliessungen und eine verständliche Signaletik bilden die Grundlage dafür, dass die Angebote auch im Alltag als zusammenhängendes Kulturwerk funktionieren.
COPYRIGHT-DISCLAIMER
Die vorliegende studentische Arbeit dient ausschliesslich zu Übungs- und Demonstrationszwecken. Sämtliche Inhalte, Angaben, Zahlen, Darstellungen und Rahmenbedingungen sind frei erfunden und folgen keiner realen Grundlage. Alle verwendeten Beispiele, Szenarien und Daten wurden konstruiert, um typische Anforderungen und Strukturen wissenschaftlicher Arbeiten zu simulieren. Sie sind nicht als Abbild realer Verhältnisse zu verstehen. Mit dieser Einordnung sollsichergestellt werden, dass die Arbeit in ihrem vorgesehenen Kontext als fiktive Ausarbeitung gelesen und bewertet wird.

Fabian Hunziker
Bau- und Projektleiter bei Martini Schäfer Baumanagement GmbH











