GIS für klimaresiliente Stadt- und Raumplanung
Wie GIS räumlichen Handlungsbedarf und mögliche Klimaanpassungsmassnahmen in Basel aufzeigt
Zunehmende Hitze und begrenzter Raum fordern die Stadt- und Raumplanung heraus. Wo braucht es mehr Schatten und Grün, und welche Flächen eignen sich dafür? Meine Diplomarbeit zeigt, wie GIS klimatische Bedingungen, bestehende Nutzungen und planerische Vorgaben zusammenführt. So lassen sich Handlungsbedarf erkennen, mögliche Massnahmen begründen und notwendige Abklärungen aufzeigen.
Meine Motivation
Mich interessiert, wie Städte auch bei zunehmender Hitze lebenswert bleiben können. Mehr Grün und Schatten sind wichtige Ansätze. Doch bevor Massnahmen geplant werden, muss klar sein, wo Bedarf besteht und welche Möglichkeiten ein Ort bietet. Deshalb wollte ich untersuchen, wie GIS dabei helfen kann, vorhandene Daten zu nutzen und räumlich begründete Vorschläge zu entwickeln.
Von den Daten zum Verständnis eines Ortes
In meiner Diplomarbeit habe ich ausgewählte Standorte in Basel mithilfe von Temperaturmessungen, Stadtklimakarten und Geodaten untersucht. Dabei wurden Informationen zu Gebäuden, Bodenbedeckung, Grünflächen und Verschattung miteinander verknüpft.
Durch räumliche Überlagerungen, Flächenvergleiche und 2D- und 3D-Ansichten liessen sich die unterschiedlichen Bedingungen der Standorte genauer betrachten. Beobachtungen vor Ort ergänzten diese Untersuchung. Entscheidend war für mich, die Daten im Zusammenhang mit der tatsächlichen Umgebung zu verstehen.
Was GIS für die Planung sichtbar macht
Der nächste Schritt führte von der Standortanalyse zu möglichen Massnahmen. Wo könnte zusätzliche Beschattung sinnvoll sein? Welche Flächen bieten Möglichkeiten für Begrünung? Und welche bestehenden Nutzungen müssen erhalten bleiben?
An Planungsbeispielen habe ich solche Überlegungen mit Parzellen, Baulinien, Schutzfestlegungen und Katasterinformationen abgeglichen. Dadurch wurden neben räumlichen Möglichkeiten auch Konflikte und offene Fragen sichtbar. Eine Idee für mehr Grün oder die Nutzung von Regenwasser lässt sich so gezielter beurteilen und für weitere Abklärungen vorbereiten.
Der Nutzen meiner Arbeit
Die Arbeit zeigt, wie GIS den Weg von vorhandenen Informationen zu nachvollziehbaren Planungsvorschlägen unterstützt. Karten machen verständlich, wo Handlungsbedarf besteht, welche Qualitäten erhalten werden sollten und was vor einer Umsetzung genauer untersucht werden muss.
Für mich liegt darin der wesentliche Beitrag von GIS zur klimaresilienten Stadt- und Raumplanung: unterschiedliche Informationen zusammenzuführen und damit eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen.
Von der Analyse zur weiteren Planung
Die Beispiele zeigen, wie GIS klimatische Bedingungen und planerische Anforderungen miteinander verbindet. Dadurch wird nachvollziehbar, wo mögliche Massnahmen sinnvoll sind und welche Fragen vor einer Umsetzung geklärt werden müssen.
Der Nutzen liegt in einer fundierten Grundlage für weitere Entscheidungen: Handlungsbedarf erkennen, vorhandene Qualitäten berücksichtigen und mögliche Konflikte frühzeitig sichtbar machen.

Abbas Arikan
Dipl. Energie- und Umwelttechniker HF mit praktischer Erfahrung in der Energie- und Gebäudetechnik.
abbas.arikan@edu.teko.ch







