Klebeprozess-Automatisierung/ Sensorfertigung
Optimierung eines manuellen Klebeprozesses durch Automatisierung auf einer bestehenden Vergussanlage
Die steigenden Anforderungen an Qualität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit erfordern die kontinuierliche Optimierung bestehender Fertigungsprozesse. Diese Diplomarbeit untersucht die Teilautomatisierung eines bisher manuell ausgeführten Klebeprozesses eines Sensors mit dem Ziel, die Prozessstabilität zu erhöhen, die Reproduzierbarkeit zu verbessern und den manuellen Aufwand zu reduzieren.
Ausgangslage
Im Produktionsumfeld werden zahlreiche Arbeitsschritte noch manuell ausgeführt. Solche Prozesse bieten Potenzial zur Verbesserung hinsichtlich Qualität, Reproduzierbarkeit und Effizienz. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde ein bestehender Fertigungsprozess eines Sensors untersucht, der bisher überwiegend manuell durchgeführt wurde. Ziel war es, Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und die Machbarkeit einer teilautomatisierten Umsetzung zu bewerten. Dabei standen sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte im Fokus.
Mein Vorgehen
Zu Beginn wurde der bestehende Prozess analysiert und hinsichtlich Schwachstellen sowie Verbesserungspotenzialen bewertet. Anschliessend wurden Anforderungen definiert und verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Auf Basis einer vorhandenen Produktionsanlage wurde ein Konzept für die Teilautomatisierung entwickelt und praktisch umgesetzt. Die erarbeitete Lösung wurde durch Versuche überprüft und mit dem bisherigen Verfahren verglichen. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die Bewertung der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit.
Resultat
Die entwickelte Lösung konnte erfolgreich in die bestehende Produktionsumgebung integriert werden. Die Versuche zeigten eine verbesserte Prozessstabilität und eine höhere Reproduzierbarkeit der Arbeitsschritte. Gleichzeitig wurde der manuelle Aufwand reduziert und der Prozess standardisiert. Darüber hinaus konnten wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Automatisierungsprojekte gewonnen werden. Die Ergebnisse bestätigen das Potenzial einer schrittweisen Automatisierung bestehender Fertigungsprozesse. Letztendlich ergab sich eine Zeitersparnis von 45,8% pro gefertigten Sensor.
Zudem wurde der Mitarbeiterschutz gefördert und zudem gleich auch diverse Umweltaspekte in betracht gezogen. So fallen nun weniger händische Prozesse an, was kontaminierungen veringert und zugleich auch den Gesundheitschutz erhöht. Nebenbei werden viele Hilfsmittel nicht mehr benötigt und somit reduziert sich das Abfallmanagement deutlich.
Mein Fazit
Die Diplomarbeit zeigt, dass bereits durch gezielte Anpassungen und den Einsatz vorhandener Ressourcen nachhaltige Verbesserungen erzielt werden können. Die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung erwies sich dabei als wichtiger Erfolgsfaktor. Neben den technischen Ergebnissen konnten auch wertvolle Erfahrungen im Bereich Projektmanagement und Prozessoptimierung gesammelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine gute Grundlage für weitere Optimierungen und zukünftige Automatisierungsvorhaben. Insgesamt konnte ein praxisnaher Beitrag zur Weiterentwicklung bestehender Produktionsprozesse geleistet werden.
Persönliches Schlusswort
Ich blicke auf zahlreiche Stunden, die bereits vergangen sind zurück, die von intensiven Lernphasen, stetiger Wissenserweiterung sowie der Bewältigungvielfältiger Herausforderungen geprägt waren. Eine besondere Zeit, die sowohl fachlich anspruchsvoll als auch persönlich bereichernd war.
Hinweis zur Vertraulichkeit
Diese Onlinepublikation stellt die Diplomarbeit in allgemeiner Form vor. Die vollständige Diplomarbeit und die internen Prozessdarstellungen sind vertraulich und deshalb nicht öffentlich verfügbar.

Radenko Jovic
Als Prozesstechniker bei Endress+Hauser seit 2021 erlebe ich die täglichen Herausforderungen in der Produktion aus erster Hand. Die Weiterbildung zum dipl. Prozesstechniker HF hilft mir, erlerntes Wissen direkt in die Praxis zu übertragen.
radenko.jovic@endress.com
+41 61 715 55 23










